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  Retail Sales (MARTS)
  Die Einzelhandelsumsätze der USA (Retail Sales) werden monatlich vom Census Bureau erhoben und auch MARTS abgekürzt.

Die Einzelhandelsumsätze der USA (Retail Sales) werden monatlich vom Census Bureau erhoben, die offizielle Bezeichnung lautet "Advance-Monthly Retail Sales". Hierbei geht es um sämtliche Waren, die in Geschäften des Einzelhandels verkauft werden, sowie die zum Einkauf dazugehörenden Dienstleistungen. Der Privatkonsum ist aus diesen Umsätzen inklusive seiner Trends sehr gut abzulesen, weshalb die Retail Sales gewöhnlich Rückschlüsse hinsichtlich der Konjunktur zulassen und gut beachtet werden.

Pfeil grün Erfassung, Inhalte und Veröffentlichung der Retail Sales

Bei den Umsätzen im Einzelhandel werden alle Waren und alle Zahlungsflüsse erfasst, also die Bezahlung mit Bargeld, auf Kreditkarte oder per Ratenzahlung an den Händler. Zu den erfassten Umsätzen gehören auch Warenflüsse im Großhandel, die zum Beispiel von Gewerbetreibenden stammen, wobei es keine Doppelerfassungen eines Gutes vom Großhändler zum Einhändler und von diesem zum Kunden gibt. Die eingeschlossenen Dienstleistungen im Einzelhandel können Serviceleistungen für den Support, Reparaturen oder Beratungen zu Waren sein, ebenso gehört zu diesen Dienstleistungen die Kreditwirtschaft, die Verkäufe im Einzelhandel finanziert. Verbrauchssteuern erfasst das Census Bureau ebenfalls, die Umsatzsteuer hingegen nicht, da diese sofort an die Finanzämter weiterfließt. Umsätze weisen nur den tatsächlichen Verkaufswert aus, Rabatte und zurückgegebene Zuschüsse bleiben außen vor.

Für die Erfassung geht das Census Bureau stichprobenartig vor, wobei es Einzelhandelsunternehmen verschiedener Größenordnung und unterschiedlicher Struktur erfasst, die praktisch ein Abbild der Gesamtstruktur repräsentieren. Zur Studie gehören auch die FICA-Zahlungen der Arbeitgeber des Einzelhandels, eine Art Steuer, die hinsichtlich der Umsätze aufschlussreich ist. Die Studie über den privaten Konsum ziehen Statistiker auch zur Schätzung des US-BIP mit heran. Einzelhandelsumsätze erfasst man in den USA schon seit 1953, nur in den Jahren 1970 bis 1972 setzten die Erfasser die Auswertung aus, um eine Saisonbereinigung zu überprüfen. Zu Beginn der 1970er Jahre hatte das Verfahren sehr unbefriedigende Ergebnisse gezeitigt, zwischen 1970 bis 1972 überarbeiteten daher Statistiker die gesamte Erfassung und Auswertung. Aktuelle Serien sind nach dem NAICS zertifiziert (North American Industry-Classification-System), nicht mehr nach dem SIC (Standard-Industrial Classification System), das bis 2001 vorherrschend war.

In diesem Jahr erfolgte sogar eine rückwirkende Revision bis 1992 nach NAICS. Seither weist das Census Bureau selbst darauf hin, dass die Daten vor 2001 eher vorsichtig zu betrachten seien. Die gegenwärtigen statistischen Methoden erscheinen jedenfalls ausgereifter.

Die Veröffentlichung der Retail Sales erfolgt stets um den 12. des Monats (08.30 h a.m. EST, also 14.30 h MEZ).

Pfeil grün Zeitliche Verzögerung, Revisionsfaktor und Auswirkungen
Die zeitliche Verzögerung fällt kurz bis mittellang aus, da es sich jeweils um Daten des Vormonats handelt. Der Revisionsfaktor ist hoch, nicht nur weil die Daten einer permanenten, allmonatlichen Revision für die letzten drei Monate unterliegen, sondern auch wegen der Stärke dieser Revision, die gewöhnlich hoch ausfällt. Im April eines jeden Jahres erfolgt ein Jahresbericht mit neuen Saisonfaktoren. Alle fünf Jahre passt das Census Bureau den Bezugswert umfassend an.
Die Teilnehmer an den Finanzmärkten schätzen die Auswirkungen der Retail Sales unterschiedlich ein, zum Teil werden sie als sehr bedeutend, teilweise auch nur als zweitrangig betrachtet.
Pfeil grün Stärken, Schwächen und wichtigste Punkte der Retail Sales

Zu den Stärken gehören:
• Für die Beurteilung des Konsumentenverhaltens liefern die Retail Sales die frühesten Daten, alle anderen Indikatoren sind mehr oder weniger nachlaufend und/oder betrachten eher ein Sentiment (wie die Verbraucherindizes).
• Die Bandbreite der Veröffentlichung fällt sehr groß aus, da die verschiedensten Einzelhandelsgeschäfte aus allen Sparten herangezogen werden.

Schwächen:
• Die stichprobenartige Erfassung impliziert Fehlerquellen, welche die bedeutenden Revisionen erzwingen.
• Die Datenreihe ist so volatil, dass eine sinnvolle Trendaussage nur für einen Drei-Monats-Durchschnitt möglich ist. Als besonders volatil erweisen sich stets Lebensmittel, Benzin und Kraftfahrzeuge.
• Dienstleistungen werden nicht erfasst, diese sind aber innerhalb der Verbraucherausgaben sehr bedeutsam.
• Die Angabe der Daten als nominaler Wert weist zwar auf Preisveränderungen, aber nicht auf Veränderungen der Verbrauchernachfrage hin. Das ist für die volatilen Lebensmittel- und Benzinkomponenten besonders essenziell.

Zu beachten ist bei den Retail Sales:
• Sie geben auch per Monatsveränderung gute Auskünfte über das Verbraucherverhalten.
• Einzelhandelsumsätze sollten ohne Autokäufe betrachtet werden.

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Allgemeiner Risikohinweis:
Der Handel mit Binären Optionen und Differenzkontrakten wie CFDs auf Währungen, Aktien, Rohstoffe und weitere Basiswerte ist möglicherweise nicht für jeden Anlegertyp geeignet. Es besteht aufgrund der Volatilität der Märkte ein sehr hohes Risiko für ihr eingesetztes Kapital, welches Sie vollumfänglich verlieren können. Investieren sie nur in der Höhe, in der sie sich einen möglichen Totalverlust leisten können und stellen Sie sicher, dass sie alle Risiken kennen. Ziehen Sie die Einholung von Rat durch unabhängige Finanzberater mit entsprechenden Kenntnissen oder Zertifizierungen in Betracht.
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