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  Protective Call Strategie
  Eine Erklärung zur Protective Call Strategy bei Binären Optionen

Die Beiträge zur Protective Put- und Protective Call-Strategy ergänzen sich, wir empfehlen Ihnen deshalb, zuerst den Beitrag über die Protective Put Strategy zu lesen und danach den nun folgenden Beitrag.

Pfeil grün Kurze Erläuterung der Protective Call Strategy
Wie schon bei der Protective Put Strategy erläutert, sichern Sie sich als Trader mit der entsprechenden Strategie stets gegen einen Verlust einer Position ab, die Sie in die Gegenrichtung eingegangen sind. Bei der Protective Call Strategy haben Sie also mit Put-Optionen auf fallende Kurse gesetzt, sie kaufen aber dennoch mindestens eine kleine Call-Option, falls sich der Kurs entgegen Ihren Erwartungen entwickelt, also steigt und nicht fällt. Nun würden Sie mit der Call-Option etwas verdienen, was den Vorteil hat, dass Sie die Put-Option - beispielsweise als Binäre Option - überhaupt eingehen und auch daran festhalten, sie zum Beispiel möglicherweise verlängern, wenn zum Auslaufen Ihr Kursziel noch nicht erreicht ist. Die Protective Call Strategy stellt eine Versicherung dar, die Sie in vielen, unsicheren Fällen überhaupt zum Handeln ermuntert beziehungsweise befähigt. Natürlich kostet so eine Versicherung Geld, und in Reinkultur versichert sie auch nicht Ihren gesamten Verlust. Es soll daher etwas Generelles zu Protective Strategien gesagt werden.
Pfeil grün Protective Strategien, Hedgefonds oder das Revelator-Prinzip

Der Gedanke ist so alt wie die Börse selbst: Die Kurse schwanken hin und her, ich habe zwar einen Trend erkannt, aber es wird Rücksetzer geben, der Trend kann auch vollkommen brechen. Wie gehe ich damit um? Es erscheint bestechend, sich mit einem Optionsschein in die Gegenrichtung des erwarteten Kurses abzusichern. Optionen wurden überhaupt zu diesem Zweck erfunden.

Beispiel:
Der Bauer möchte seine Weizenernte im Herbst verkaufen und verhandelt darüber im Frühjahr mit dem Großhändler. Weder er noch der Großhändler kennen aber die Preise im Herbst (sie hängen zum Beispiel vom Wetter und dem daraus resultierenden Ernteerfolg ab). Damit der Bauer Planungssicherheit gewinnt, vereinbaren er und der Händler eine feste Abnahmemenge zu einem festen Preis. Für den Fall, dass der Preis bis zum Herbst noch steigt, kauft der Bauer eine Call-Option auf den Weizenpreis, an der er bei Preisanstieg verdient. Er hat ja etwas am wirklichen Preis seines Weizens verloren, weil er sich im Frühjahr auf einen niedrigeren Abnahmepreis einließ. Für den Fall, dass der Preis sinkt, kauft der Händler eine Put-Option auf einen fallenden Weizenpreis. Er hätte ja weniger zu bezahlen gehabt, wenn er die sinkenden Preise im Frühjahr schon gekannt hätte, nun verdient er wenigstens an der Put-Option. Diese Optionen sind billig, viel billiger als der gehandelte Weizen. Man lässt sie wertlos verfallen, wenn das Ausübungsereignis nicht eintrifft, und hat sich wenigstens versichert. Genauso handhaben es Industrieunternehmen, die sich gegen schwankende Rohstoffpreise absichern müssen, gegen Währungsschwankungen und steigende Löhne oder sinkende Endverbraucherpreise in ihren Erzeuger- und Abnehmerländern. Das ist der Hintergrund des Optionenhandels überhaupt.

Im Falle des reinen Aktienhandels oder des Handels von Optionen als reinem Spekulationsobjekt - wie etwa Binären Optionen - kann das Prinzip des Absicherns (= Hedging) dennoch ebenso wie beim Weizenhandel angewendet werden. Der Trader glaubt an einen steigenden Preis und sichert sich gegen Rückschläge mit der Put-Option ab und umgekehrt. Für Binäre Optionen ist das Prinzip allerdings nur über das Moneymanagement ins Gleichgewicht zu bringen, denn einen Trailing-Stopp gibt es nicht, mit dem einem Kursverlauf gefolgt werden könnte.

Bei klassischen Derivaten hingegen kann mit Stopps den Kursen gefolgt und dabei verdient werden. Der Trader kann durchaus mit Knock-outs oder CFDs für 1.000 Euro auf einen steigenden Kurs setzen und mit einer kleineren Position auf einen fallenden Kurs, er sichert beide Richtungen mit Trailing-Stopps ab (nachgezogene Stopps) und hofft insgesamt auf Gewinn. Er kann auch eine reine Aktie für viel Geld kaufen, die sich ungehebelt und langsam bewegt, als Protective Put Strategy kauft einen billigen Put-Optionsschein. Diese Variante käme dem Bauer mit seinem Weizenhandel schon sehr nahe. Auch reine Derivate in beide Richtungen mit gleicher Gewichtung sind möglich, von denen der Trader hofft, dass sich deren Kurse kreuzen und dabei Gewinn entsteht.

Das klingt für Anfänger - Vorsicht, meine Damen und Herren! - sehr bestechend, ist aber in der Praxis unglaublich schwer zu handhaben. Im schlimmsten Fall werden Sie auf beiden Seiten immer wieder ausgestoppt und kaufen immer wieder im Verlust nach (auf beiden Seiten), weil Sie hoffen, dass sich endlich ein Trend in eine Richtung durchsetzt. Praktische Experimente mit diesen Strategien haben bewiesen, dass hierbei auf lange Sicht (auf Jahre!) ständig Mini-Verluste entstehen können, während Sie als Trader Ihren Spieltrieb voll ausleben, aber nichts davon haben. Ein deutscher Trading-Service führte solche Versuche als "Revelator-Strategie" in den frühen 2000er Jahren durch und gab sie auf, trotz anfänglicher Performances auf den Dax von rund 80 Prozent jährlich. Auch Hedgefonds arbeiten prinzipiell mit Protective Strategien, doch Hedgefonds gehen auch pleite.

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