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  Producer Price Index (PPI)
  Der Consumer Confidence Index ist ein wichtiger Indikator

Der Producer Price Index (PPI beziehungsweise Erzeugerpreisindex) setzt sich aus verschiedenen Indizes zusammen und misst im Ergebnis die durchschnittlichen Veränderungen bei den Verkaufspreisen der Hersteller. Dabei werden fast alle Güter des produzierenden Gewerbes eines Landes gemessen, die Branchen umfassen die Energieversorgung, Land- und Forstwirtschaft, Fischerei sowie die gesamte Industrie und de Bergbau.

Pfeil grün Ermittlung des Producer Price Index

Immer zwischen etwa dem 13. bis 17. eines Monats werden die Daten des PPI für den Vormonat publiziert. Die Erwartung besteht darin, dass Erzeugerpreise direkt die Verbraucherpreise und das weiterverarbeitende Gewerbe beeinflussen, woraus die Inflationsentwicklung abzuleiten ist. Auch ein Preisdruck auf Massenwaren und eine mögliche Deflation sind durch den Producer Price Index frühzeitig zu erkennen. In den USA liefern rund 25.000 Einrichtungen jeden Monat etwa 100.000 Preise an das BLS (Bureau of Labor-Statistics), das daraus den PPI errechnet, als Grundlage dienen ausgewählte Einzelwerte der Industrie sowie Handelswaren. Die Preise der Güter werden für unterschiedliche Phasen der Herstellung untersucht, Öl, Gas, Holz oder Baumwolle repräsentieren beispielsweise eine Phase, in der nächsten Stufe tauchen Zwischenprodukte wie Halbzeuge oder Stoffe auf, auch die Preise der Endprodukte, also beispielsweise Bekleidung und Benzin, fließen mit ein. Die Datenermittlung für den PPI nimmt das BLS seit 1982 vor, dieses Jahr dient als statistisches Basisjahr. Erzeugerpreise werden in den USA allerdings schon seit 1947 untersucht.
Für die PPI-Veröffentlichung existieren drei Strukturen:

• 1. Industrie:
Hier stammen die Daten aus mehr als 500 Industriepreisindizes, die mit Produktsubindizes und etwa 10.000 Sortimentsindizes kombiniert werden.
• 2. Handelsware:
Die Publikation umfasst 3.200 Preisindizes von Handelswaren, die nach Produktart und Endnutzung klassifiziert werden.
• 3. Stadium des Herstellungsprozesses:
Ein Katalog untersucht die Preise in drei unterschiedlichen Produktionsstufen, nämlich a) Rohmaterialien wie Öl, Kohle, Erz, Holz und Getreide, b) Zwischenprodukte wie Bauholz, Leder, Stoff, Mehl oder Halbzeuge und c) Endprodukte wie Kleidung, Bücher, Nahrungsmittel oder Benzin.

Die Endprodukte betrachten die Statistiker am genauesten, denn hier spiegelt sich der Inflationsdruck am ehesten wider. Sämtliche Güter unterliegen der Differenzierung nach Konsumgütern (aktuell rund 27 Prozent) und Investitionsgütern (73 Prozent).

Die Veröffentlichung erfolgt um den 13. des Monats um 14.30 h MEZ

Pfeil grün Zeitliche Verzögerung, Revisionsfaktor und Auswirkungen des PPI

Der PPI ist ein sehr aktueller Index, da die Daten stets aus dem Vormonat stammen und bereits in der zweiten bis spätestens dritten Woche eines Monats publiziert werden. Dadurch fällt die zeitliche Verzögerung äußerst gering aus. Der Revisionsfaktor bezieht sich auf einen Rhythmus von vier Monaten, nach dieser Zeitspanne erfolgt eine einmalige Revision der Daten. Einmal im Jahr berechnet das Bureau of Labor-Statistics neue saisonale Faktoren der letzten fünf Jahre, einmal im Jahrzehnt erfolgen große Benchmark-Korrekturen.
An den Finanzmärkten beobachten die Teilnehmer die Erzeugerpreise im Gleichklang mit den Verbraucherpreisen, in der Regel sollen diese beiden Werte mit einem gewissen Zeitverzug korrelieren. Sollte diese Korrelation nicht ablesbar sein, wäre das ein Hinweis auf die unterschiedliche Bewertung der Wirtschaftslage von Produzenten und Verbrauchern, die durchaus vorkommt.

Erzeugerpreise gelten als ein den Verbraucherpreisen etwas vorauslaufender Indikator, noch weiter voraus läuft eigentlich nur der Einkaufsmanagerindex. Das leuchtet ein, wenn eine Wertschöpfungskette in ihrer logischen Abfolge betrachtet wird: Zunächst werden Rohstoffe oder Vorprodukte eingekauft, dann wird produziert und am Ende verbraucht. Wenn ein Wirtschaftsmotor rund läuft, reagieren die Verbraucherpreise auf die Erzeugerpreise, allerdings gibt es hier auch ein reflexives Verhältnis. Sollten Produzenten feststellen oder glauben, dass die Konjunktur sich abkühlen könnte, drosseln sie möglicherweise die Produktion - mit der Folge mancher Preissteigerungen innerhalb des PPI - oder leeren ihre Lager, was Preisdruck ausübt. Die Verbraucher müssen von der Abkühlung noch nichts erfahren, weil das Verbraucherverhalten auch stark mediengesteuert ist (im Gegenteil zum Produzentenverhalten), der PPI und ein Verbraucherpreisindex wie der CPI würden dann nicht mehr korrelieren oder nur mit sehr starker zeitlicher Verzögerung. Wirkliche Finanzfachleute können das als Alarmsignal für die Märkte interpretieren.

Pfeil grün Stärken, Schwächen und beachtenswerte Punkte des PPI

Wie jeder Index bedarf auch der PPI einer Interpretation unter Beachtung seiner Stärken und Schwächen.

• Stärken:
enge Preisinformationen, sehr breite Aufstellung, Betrachtung verschiedener Phasen der Produktion, vorlaufender Indikator
• Schwächen:
Ausschluss des Imports, Vernachlässigung des Dienstleistungssektors

Interpreten des PPI sollten auf die Preisveränderungen bei Fertiggütern achten, hier kann sich eine Inflation bei Massenwaren unmittelbar andeuten, während Preisänderungen bei Vorprodukten als stark vorlaufender Indikator gelten. Der PPI fokussiert auf die Kernrate der Inflation, Energie und Lebensmittel sollten nur mit Vorsicht betrachtet werden. Diese Preise sind naturgemäß sehr volatil.

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